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Hände am Lenkrad während der Fahrt durch weite Landschaft
Reisen

Autofahrt & Roadtrip: Snacks fürs Handschuhfach

4 Min. Lesezeit
Kurz zusammengefasst
  • Lange Autofahrten und Roadtrips lassen sich mit Schwangerschaftsdiabetes gut planen.
  • Snacks ohne Kühlung wie Nüsse, Käse oder Proteinriegel gehören ins Handschuhfach, aber nicht in die pralle Sonne.
  • Regelmäßige Pausen alle zwei Stunden helfen der Konzentration und dem Blutzucker.
  • Wasser statt süßer Getränke vermeidet Blutzuckerspitzen.
  • Wenn du Insulin spritzt, miss vor längeren Fahrten und iss bei einem niedrigen Wert zuerst etwas.
Fragen für dein nächstes Gespräch
  • Wie messe ich vor und während langer Fahrten?
  • Was mache ich unterwegs bei einem niedrigen Wert?
  • Welche Snacks sind für mich geeignet?

Ein Wochenendausflug, die Fahrt zur Familie oder der große Sommerurlaub: Mit ein paar Griffen im Auto bleibt alles entspannt.

Snacks, die keine Kühlung brauchen

Nüsse, Mandeln oder Proteinriegel halten sich gut und brauchen keine Kühlung. Auch Vollkorncracker mit Käse, Studentenfutter ohne Zuckerzusatz oder Müsliriegel mit wenig Zucker eignen sich. Ein kleiner Vorrat im Auto erspart den spontanen Stopp an einer Tankstelle. Wenn das Auto lange in der Sonne steht, vor allem an heißen Tagen, nimm die Snacks lieber mit aus dem Auto. Nüsse und Riegel mögen keine Hitze und Insulin darf nicht im heißen Auto liegen bleiben.

Quelle (Ernährung unterwegs): diabetologie-online, „Schwerpunkt Ernährung: Essen und Trinken bei Gestationsdiabetes", https://www.diabetologie-online.de/a/schwerpunkt-ernaehrung-essen-und-trinken-bei-gestationsdiabetes-2525589

Regelmäßige Pausen einplanen

Regelmäßige Pausen alle zwei Stunden helfen nicht nur der Konzentration, sondern auch dem Blutzucker. Nutze die Pause nicht nur zum Aussteigen, sondern mache einen kurzen Spaziergang an der frischen Luft. Das tut dir, deinem Baby und dem Blutzucker gut. Gerade in der Schwangerschaft ist langes Sitzen anstrengend, bewege dich also zwischendurch.

Trinken, trinken, trinken

Ausreichend Wasser im Auto zu haben verhindert, dass Durst mit Hunger oder Heißhunger verwechselt wird und du eher zur Limonade als zum Wasser greifst. Denn süße Getränke lassen den Blutzucker schnell ansteigen.

Sicher fahren mit Insulin

Wenn du Insulin spritzt, kann dein Blutzucker bei längeren Fahrten absinken. Miss deshalb vor der Fahrt und bei jeder Pause und iss bei einem niedrigen Wert zuerst etwas. Welcher Wert für dich als Grenze gilt, besprichst du mit deiner Praxis. Lege Traubenzucker griffbereit ins Auto. Bei Anzeichen einer Unterzuckerung wie Zittern, Schwitzen oder Unruhe hältst du an einem sicheren Ort an und nimmst schnell wirkende Kohlenhydrate zu dir. Fahre erst weiter, wenn es dir wieder gut geht.

Vor der Abfahrt gut essen

Starte lange Fahrten nicht mit leerem Magen. Ein Frühstück mit Eiweiß und Vollkorn hält länger vor und verhindert, dass du schon nach einer Stunde zur nächsten Raststätte willst. Wenn du die Abfahrt in eine Zeit legst, in der du ohnehin gegessen hast, brauchst du unterwegs weniger zu überlegen. Plane mindestens eine Hauptmahlzeit als richtige Pause mit Sitzen und Ruhe ein.

Mitfahren statt selbst fahren

Wenn dir jemand anders das Steuer überlassen kann, ist das gerade in der Schwangerschaft eine Entlastung. Du kannst dann messen, essen und dich bewegen, ohne auf die Straße achten zu müssen. Bitte Mitfahrende offen um Verständnis für zusätzliche Pausen. Wer weiß, dass du sie für dich und dein Baby brauchst, plant sie meist gern mit ein.

Mit Kindern im Auto

Wenn Geschwisterkinder dabei sind, hilft ein gemeinsamer Snack-Vorrat. Obststücke, Käsewürfel oder Reiswaffeln mit Frischkäse sind für alle geeignet. So musst du nicht ständig zwischen deiner und der Brotdose der Kinder unterscheiden. Und die Bewegungspause nach zwei Stunden freut sich auch jedes Kind.

Wenn der Stau kommt

Ein Stau verlängert die Fahrt und verschiebt Mahlzeiten. Deshalb gehören zwei bis drei Snacks mehr ins Auto, als du für die geplante Strecke brauchst. Wenn du merkst, dass sich dein Essen nach hinten schiebt, iss lieber einen kleinen Snack, statt lange zu warten. Auch ein voller Tank und etwas Wasser nehmen Druck aus der Situation. So bleibst du ruhig, selbst wenn es nicht vorangeht.

Gut sitzen, gut ankommen

Lange Autofahrten belasten Rücken und Beine. Stelle den Sitz so ein, dass du bequem sitzt. Lege dir ein kleines Kissen in den Rücken. Der Gurt gehört unter den Bauch und über das Becken, nicht über den Bauch. Bei Fragen dazu hilft dir deine Hebamme.

Deine Packliste fürs Handschuhfach

  • Messgerät, Teststreifen und Stechhilfe
  • Traubenzucker oder ein anderer schneller Zucker
  • Nüsse, Käse oder Proteinriegel
  • eine Flasche Wasser
  • Kontaktdaten deiner Praxis

Sprich bei allen Fragen und Unsicherheiten mit deiner Gynäkolog:in, Hebamme oder diabetologischen Praxis. Sie kennen deine persönliche Situation.